Franziska Appel
geb. Rind

Schneiderin. Widerstandskämpferin. Hingerichtet.

* 1892    † 1943

 

Lebenslauf

Franziska Appel wurde am 21.2.1892 in Wien geboren. Sie war verheiratet und arbeitete als Schneiderin.

Bezirkskassiererin der "Roten Hilfe"

Franziska Appel agierte als Bezirkskassiererin der „Roten Hilfe“ in Wien 8.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Franziska Appel wurde am 11.7.1941 verhaftet und am 13.11.1942, gemeinsam mit dem Ehepaar Herbrich sowie F. Langer und W. Kosjek (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Sie wurde am 29.4.1943 im LG I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Diese [Angeklagten] haben sich unermüdlich während des Krieges, dessen Bedeutung für das Schicksal des deutschen Volkes ihnen bekannt gewesen ist, mit dem Bolschewismus identifiziert. Sie haben insbesondere durch Verbreitung von Flugschriften eine besonders gefährliche Tätigkeit entfaltet. Der Ge­danke der Sühne und des Schutzes der Volksgemeinschaft lässt eine andere Wahl als die Todesstrafe nicht zu. Leopold und Anna Herbrich, Kosjek, Langer und Franziska Appel wurden daher zum Tode verurteilt.“

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich ihr Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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